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Die Preise für RAM und SSDs steigen – was bedeutet das für die Käufer?

Die Preise für RAM und SSDs steigen – was bedeutet das für die Käufer?

Wachsend Preise für RAM und SSDs sind Mitte 2026 eines der heißesten Themen auf dem Hardware-Markt. Der Grund dafür ist ein einziger: künstliche Intelligenz. Rechenzentren verbrauchen einen Großteil der weltweiten Produktion von Speicherchips, und wenn die Nachfrage auf ein knappes Angebot trifft, steigen die Preise.

Das Ausmaß dieses Phänomens wird durch die Daten der Hersteller deutlich. In seinem jüngsten Bericht gab das Unternehmen Micron an, dass die Preise für DRAM-Speicher im Quartalsvergleich um etwa 60 Prozent gestiegen sind, während die Preise für NAND-Chips, auf denen SSDs basieren, um fast 80 Prozent gestiegen sind. Der nächste Quartalsbericht dieses Herstellers erscheint am 24. Juni und wird vom gesamten Markt mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

DDR5-RAM-Module und M.2-SSD-Laufwerk auf dem Motherboard des Computers
RAM und SSDs sind Komponenten, die in fast jedem Computer und Laptop zu finden sind. Wenn die Preise für Chips bei den Herstellern steigen, spüren dies früher oder später auch die Kunden von Elektronikgeschäften.

Das engste Glied in der Kette ist der HBM-Speicher, der in KI-Beschleunigern zum Einsatz kommt. Micron gab bekannt, dass seine HBM-Produktionskapazitäten für das Jahr 2026 bereits vollständig ausverkauft sind und dass die angespannte Lage im DRAM- und NAND-Segment auch über das Jahr 2026 hinaus anhalten könnte. Die Hersteller priorisieren die Bereitstellung von Kapazitäten für Rechenzentren, wodurch weniger Chips für den Verbrauchermarkt übrig bleiben.

Die Auswirkungen sind bereits bei den fertigen Geräten zu sehen. Microsoft hat bei der Vorstellung der neuen Surface-Modelle die Preise um mehr als die Hälfte angehoben und dies gerade mit dem Mangel an Komponenten begründet. Apple-Chef Tim Cook warnte seinerseits vor deutlich höheren Kosten für Speicher in den kommenden Monaten. Dies sind Anzeichen dafür, dass sich der Preisdruck seitens der Chiphersteller auf die Geräte überträgt, die in die Läden gelangen.

Marktanalysten im Speicherbereich sind sich in dieser Frage einig: Solange künstliche Intelligenz den Großteil der Chip-Produktion beansprucht, wird der Preisdruck bei DRAM und NAND wohl nicht von heute auf morgen verschwinden. Das Unternehmen TrendForce prognostiziert für das zweite Quartal 2026 einen Anstieg der DRAM-Preise um 58–63 Prozent, während Gartner schätzt, dass die NAND-Preise im Laufe des gesamten Jahres sogar um mehr als 200 Prozent steigen könnten. Dies sind jedoch Prognosen, die der Markt noch in beide Richtungen korrigieren könnte.

  • RAM und SSDs gehören zu den Komponenten, die am stärksten vom aktuellen Preisanstieg bei Halbleitern betroffen sind.
  • Preiserhöhungen bei den Chipherstellern können sich im Laufe der Zeit auf die Preise für RAM-Module, SSDs sowie fertige Laptops und Computer auswirken.
  • Die Verfügbarkeit kann teilweise eingeschränkt sein, da die Hersteller ihre Produktionskapazitäten in erster Linie auf Rechenzentren ausrichten.
  • Beim Kauf lohnt es sich, die tatsächlichen Anforderungen – eine angemessene RAM- und SSD-Kapazität – zu berücksichtigen und nicht nur die aktuelle Marktlage.
Der Hauptgrund dafür ist die durch künstliche Intelligenz getriebene Nachfrage bei gleichzeitig angespanntem Angebot. Die Hersteller lenken ihre Produktionskapazitäten in Richtung Rechenzentren, wodurch weniger Chips auf den Verbrauchermarkt gelangen.
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